Ein Herbstwochenende am Meer

Dass man nicht unbedingt in die Ferne reisen muss, um frischen Fisch zu essen, im Meer zu baden, und dramatische Küstenlandschaften zu sehen, das beweist unser Wochenendausflug ins unterschätzte Slowenien. Nach knapp drei Stunden Autofahrt (von Graz aus) erreicht man die slowenische Hauptstadt Ljubljana. Die etwas mehr als 270.000 Einwohner zählende Stadt hat ein lebendiges, kompaktes Zentrum, das von seiner lebhaften Geschichte geformt wurde, und durchaus Ähnlichkeit zu Graz hat – es gibt sogar einen Schlossberg! Um die Stadt kennenzulernen empfiehlt sich die kostenlose Führung der United Local Free Tours, die etwas mehr als zwei Stunden dauert und interessante Perspektiven auf die Stadt bietet. Nach einem Besuch am Markt ging es weiter Richtung Meer: nach Piran!

Piran wird gerne als die schönste der mediterranen Städtchen gehandelt, und das ist durchaus verständlich. Vom großen Tartini-Platz der am von Fischkuttern gesäumten Hafen liegt bilden enge, gepflasterte Gassen das labyrinthartige Piran. Mal führt eine Gasse durch einen Tunnel, mal läuft sie verwinkelt Häuserwände entlang, und manches Mal führt sie über Stiegen nach oben, zum Beispiel zum großen Glockentrum der das Erkennungszeichen der Stadt ist. An einem klaren Tag sieht man von der Spitze nach Kroatien und Italien (Triest und Grado sind gut erkennbar). Der Aufstieg ist allerdings nur für mutige zu empfehlen: das enge Stiegenhaus ist vollständig aus Holz und knarrt gefährlich… 😉 Die kleinen Plätze der Stadt sowie die Uferpromenade werden von zahlreichen Lokalen geziert, in denen es frische Fischgerichte gibt.

Wenn die Stadt aber doch zu klein wird kann man die Umgebung, und besonders die wunderschöne Küste, zu Fuß erkunden. Die Webseite von Piran und Portoroz bietet einige Routenvorschläge, aus denen sich dann eine individuelle Route zusammenstellen lässt. Meine Wanderung führte mich von Piran der Küste entlang… Read More

Malta, 2015

Malta!

Malta… welch wunderbare Erinnerungen! Selbst ein halbes Jahr nach meiner Reise huscht mir noch ein Lächeln übers Gesicht wenn ich an unsere Woche auf den Mittelmeerinseln Malta und Gozo zurückdenke. Wie für diese Jahreszeit üblich zeigte sich Malta leicht bedeckt, etwas regnerisch, mit milden Temperaturen aber einer stürmischen See. Das erste Abenteuer war die Fähren-Fahrt von Malta nach Gozo. Der starke Wellengang schaukelte mich ordentlich durch, und am Oberdeck wurden ich einer unfreiwilligen salzigen Dusche unterzogen. Frisch geduscht ging es dann bei Einbruch der Dunkelheit auf Herbergssuche in Marsalforn, wo ich im Santa Martha Hostel unterkam. Trotz des professionellen Kartenmaterials (siehe Foto) dauerte die Suche nach dem Hostel überraschend lange. 😉 Schnell wurde auch klar, dass Malta ein sehr katholisches Land ist: Häuser sind nach Heiligen benannt und werden von Statuen geziert, über Marsalforn thront eine Christus-Statue, und die Osterfeierlichkeiten werden von den Maltesern ausführlich mit Prozessionen zelebriert.

Am nächsten Tag erwartete mich das typisch wechselhafte Wetter, das mich den Großteil der Reise begleiten würde: leichter Regen, etwas Sonnenschein und Wind wechselten sich ab. Read More

Smaugs Ende

Von Artischocke bis Zabaione – So kocht Italien!

Wir befinden uns im vierten Jahr eines vermeintlich kleinen und überschaubaren Kochprojektes, das sich schon bald nach dem Start als unsere größte bisherige kulinarische Herausforderung entpuppte. Auf der Zugfahrt von Graz nach Wien zu Silvester 2011 beschlossen wir im kommenden Jahr unser Lieblingskochbuch „So kocht Italien“ der Köche Gasteiger, Wieser und Bachmann von A bis Z durchzukochen. Kein Rezept sollte ausgespart bleiben, furchtlos wollten wir den Hummern, Tauben und Wildschweinen in unseren Töpfen ins Auge blicken, mit Vollgas sollten die Nudelteige in allen Farben des Regenbogens durch die Walzen der Julia gejagt werden.

Glaubten wir in den ersten Monaten noch an ein schnelles Abhakerln der angeblich 800 Rezepte – erstaunlicherweise ergab ein sorgfältiges Nachzählen eine Rezeptsumme von 410 – erreichte uns am Ende des ersten Jahres die Einsicht und Erkenntnis, dass Brühen brauen, Hammel schmoren und Aufstöbern von (für österreichische Supermärkte exotischen) Zutaten einer Vollzeitbeschäftigung als Haubenkoch bedarf. Auf unseren Raubzügen durch Wien bekamen wir nicht das gewohnte „Darfs a bisserl mehr sein?“ zu hören, sondern eher Sätze wie „Sind Sie sicher, dass Sie Carabinieros wollen? Die kaufen eigentlich nur Angeber und das Kilo kostet 100 €“. Der italienische Delikatessenhändler Piccini auf der Linken Wienzeile meinte gar, ich würde Einkäufe für eine ältere Dame erledigen, als ich nach solch antiquierten Pastasorten wie Maltagliati und Bigoli fragte. Ein besonderes Erlebnis für unsere Geruchssensoren bescherte uns „Fisch Gruber“’s Stockfisch – bis heute wissen wir nicht, ob dieser getrocknete Fisch beim mehrtägigen Einwässern immer eine solch kraftvolle Note entwickelt oder ob es sich schlicht um ein verdorbenes Exemplar handelte – Fakt ist: die Wohnung stank noch Wochen später trotz massiven Einsatzes von Duftsprays bestialisch. Für unsere Nasen vergleichsweise harmlos war da die nicht ausreichend abgelegene Schulter eines brünftigen Rehbocks.

Nach Hunderten in der Küche verbrachten Stunden, unzähligen You Tube Videos der Marke „Wie filetiere ich eine Seezunge?“, zahllosen geselligen und fröhlichen Abenden mit unseren Gästen und vielen, vielen kulinarischen Hochgenüssen starten wir den Countdown – es sind nur mehr 10 Rezepte über. Die Vorfreude ist riesig und die Erleichterung über das nahe Projektende deutlich. Würden wir es wieder tun? Ja, jederzeit!

 

 

 

London in October

Last October I attended an Android conference in London and of course I didn’t go there only because of the talks. I decided to stay a couple of days longer to see some of the magnificent city that is London. Now I know that this was over half a year ago, but I dug up some photos that I want to share with you. Since I visited London before I decided to do some of the more touristy things for a change: I visited the London Dungeons and the Harry Potter Studio Tour, but also had a great time walking along the Thames, through the Borough Market (though overcrowded on a Saturday) and at a nightly visit to the Natural History Museum at Halloween.

Please forgive the poor quality of the photos, I did not have my camera with me and shot using my smartphone.

A Glimpse of Summer

I can’t really complain about a harsh winter this year (January is coming to an end, and, besides some industrial snow in the West of Graz in December, I haven’t had any snow!) but in case you can, here are some photos taken on warm summer days.