Udaipur

Darjeeling Limited II: Udaipur

Von Mumbai führte unsere Reise per Nachtbus nach Udaipur, eine an einem See gelegene Stadt am südlichen Ende Rajasthans, wo wir gleich mal auf den beliebtesten Trick der Tuk-Tuk-Fahrer reinfielen – aber dazu später mehr. Die Reise mit dem Nachtbus war ein Erlebnis für sich. Wir hatten einen Liegeplatz für zwei Personen gebucht, der nicht sonderlich bequem war (man lag quasi auf einem Teppichboden), dafür konnte man zumindest seine Beine ausstrecken und ein bisschen schlafen. Um Mitternacht blieben wir für eine Stunde an einer Raststätte stehen wo neben unserem noch zahlreiche andere Reisebusse Pause machten und die Fahrgäste sich mit Essen und Trinken versorgten. Als unser Bus eine Melodie hupte (ja, eine Melodie!) wussten wir, dass es Zeit zum Einsteigen und Weiterfahren war. Unterwegs bemerkten wir, dass wir ein falsches Hostel gebucht hatten. Es gab zwei Backpacker Panda-Hostels in Udaipur: ein zentrales und ein außerhalb gelegenes. Dank dem Schreiber dieser Zeilen wurde aber versehentlich das Hostel außerhalb gebucht. Wir verwarfen die Überlegung es zu stornieren und beschlossen trotzdem dort zu nächtigen – macht ja nichts, wenn das Zentrum eine kurze Tuk-Tuk-Fahrt entfernt liegt. Doch dann kam die Rickshaw-Fahrt zum Hostel…

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Andheri, Mumbai

Darjeeling Limited I: Mumbai

Indien. Mein Bild dieses Landes wurde die letzten zehn Jahre in erster Linie von Wes Andersons Film “The Darjeeling Limited” geprägt: sandige Wüsten, bunte Tempel, lebendige Städte und lange Zugfahrten in Zügen mit Waggons ganz unterschiedlicher Klassen. Und es hätte mich nicht überrascht, wenn es auch für die nächsten zehn Jahre meine einzigen Eindrücke geblieben wären. Doch oft kommt es anders als man denkt: so fand ich mich im August 2017 frühmorgens am Flughafen Graz mit einer Boardkarte in der Hand die ganz klar sagte: Markus fliegt nach Indien.

In dieser (in Zukunft) mehrteiligen Serie werde ich ein paar Eindrücke aus Indien mit euch teilen. Es war meine erste Reise nach Asien, meine erste Reise in ein Land, das nicht zum westlichen Kulturkreis gehört. Es war ein Abenteuer. (Artikel wird unten fortgesetzt.)

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Andalusien

Spring Break in Andalusien

Nein, ich meine nicht das Spring Break an das du vielleicht denkst, wo man nach Kroatien an den Strand fährt und sich ein paar Tage lang nach allen Regeln der Kunst betrinkt. Dieses Jahr habe ich meine freie Woche im Frühling genutzt um die südlichste autonome Gemeinschaft auf der iberischen Halbinsel zu besuchen: Andalusien.

Ich werde ein paar Fotos und Erlebnisse von den drei Stationen meiner Reise (Málaga, Cádiz und Sevilla) mit euch teilen.

Reisevorbereitungen

Nach Spanien kann man sehr unkompliziert fliegen, und über Checkfelix konnte ich recht günstige Flüge ab Graz finden. Viele Grazer fliegen von Wien aus in den Urlaub, denn Flüge von dort sind meistens billiger und manchmal sogar direkt. Ich finde aber, dass es entspannter ist von Graz aus zu fliegen, weil man sich die Anreise nach Wien (kostet auch was!) und frühes Aufstehen spart. Und am allerbesten ist, dass ich nach der Landung zuhause innerhalb von wenigen Minuten in den eigenen vier Wänden die Urlaubswäsche in die Waschmaschine schupfen kann.

Mein treuer Begleiter auf dieser Reise war der Andalusien-Führer von Lonely Planet. Wie alle Lonely Planets ist der Reiseführer sehr übersichtlich aufgebaut, und die Andalusien-Ausgabe geht auch ausreichend ins Detail, was man leider nicht von allen Lonely Planets behaupten kann.

Meine Vorausplanungen beschränkten sich auf Ankunft, Abflug und dem Hostel für die ersten paar Tage in Málaga. Diesen Urlaub wollte ich so flexibel wie möglich sein und nahm mir grob vor neben Málaga nach Möglichkeit auch Granada, Cordoba, Sevilla und Gibraltar zu erkunden. Zum ersten Mal reiste ich auch ausschließlich mit Handgepäck.

Málaga

Nach der Ankunft ging es mit dem Zug in die Stadt, und zu Fuß weiter zum Light’s Out Hostel. Málaga hat einen herrlich südländischen Flair (hat jemand was anderes erwartet?) und ich konnte nicht genug davon bekommen an den warmen Tagen und lauen Abenden durch Malagás lebendige Straßen zu schlendern. Natürlich besuchte ich auch die klassischen Sehenswürdigkeiten von Málaga: die Alcazaba, eine Festung zu deren Füßen auch ein römisches Theater liegt sowie das Castillo Gibralfaro, von wo man einen tollen Blick auf die Stadt hat. Der Spaziergang zur Alcazaba und anschließend zum Castillo war herrlich: es gab eine tolle Aussicht, das Wetter war toll und überall gab es Orangenbäume! 😀

Ein Stück neben dem alten römischen Theater kam ich an einem Kino vorbei, dessen Aushang mit stutzig machte. Aus der Auslage des Cine Albéniz schaute mir der österreichische Schauspieler und Kabarettist Josef Hader entgegen! Tatsächlich lief dort der Film “Vor der Morgenröte” (spanisch: Stefan Zweig – Adiós a Europa) – und schon am Abend saß ich auch in einer Vorstellung! Der Kinosall war ganz anders als ich es gewohnt war. Das Gebäude war alt und Wand und Decke im Kinosaal waren verziert. Die Stühle selbst standen alle auf einer Ebene, davon war die Leinwand erhöht platziert.

Cádiz

Von Málaga fuhr ich mit dem Zug nach Cádiz, der ältesten durchgehend bewohnten Stadt Westeuropas. Ich quartierte mich in der Casa Caracol ein und verbrachte meine Tage und Abende am Strand (es gibt zwei Strände auf unterschiedlichen Seiten der Stadt), lernte im Hostel nette Leute kennen und schlenderte gemütlich durch die Stadt. Das Hostel “Casa Caracol” ist perfekt um Leute kennenzulernen, denn gefrühstückt wird ganz familiär an einem gemeinsamen Tisch. Es werden auch Stadtführungen organisiert und überhaupt war das Personal super nett. Das Highlight: es gibt eine Dachterasse mit einer Hängematte, wo ich endlich etwas Fortschritt mit meinem Projekt den Herr der Ringe zu lesen machen konnte. In Cádiz entdeckte ich außerdem meine Liebe zum Tinto de Verano: Rotwein, mit Zitronenlimonade und Eis. An einem Abend besorgten wir uns Brot, Oliven, Käse und Wein und gingen an den Strand um den Sonnenuntergang zu genießen.

Sevilla

Nach drei Tagen in Cádiz musste ich mich von meinen neu gewonnenen Freunden verabschieden und brav nach Sevilla auf. Ich bin mir nicht sicher ob das Highlight in Sevilla der Metropol Parasol oder die Straßenbahnen mit Hut waren. Okay, um ehrlich zu sein waren die Highlights der Plaza des España (mit einem Wandbild je spanischem Bezirk) und die Alcázar, eine große Schloss- und Parkanlage mitten in der Stadt. Auch in Sevilla nahm ich an einer vom Hostel (La Banda) organisierten Walking Tour teil, aß Tapas und schickte endlich meine Urlaubskarten ab.

Von Sevilla ging es zurück nach Málaga von wo ich zurück in die kühle Heimat flog. Mein Reisebericht war vielleicht dürftig (und verspätet), aber es geht ja eh um die Fotos. 😉

 

Utrecht

Trip naar Utrecht

Hier ein paar Eindrücke von meinem Wochenende in Utrecht im letzten Februar (mit ein paar sonnigeren Fotos aus dem Juli 2015). Die kleine, feine, niederländische Stadt ist vom Flughafen Amsterdam-Schiphol nur unwesentlich weiter entfernt als Amsterdam und eine echte Alternative zur Hauptstadt. Utrecht ist so charmant wie Amsterdam, allerdings fehlen die Massen an Touristen. Die Grachten laden zum Bootfahren ein (Es gibt Grillboote. Grillboote!), die zahlreichen Lokale und Bars verwöhnen die Einheimischen und Besucher mit leckeren Köstlichkeiten. Nach dem Kinobesuch im Louis Hartlooper Complex (vor dem Film stellt sich ein Freiwilliger auf die Bühne und stellt den Film sowie die Schauspieler kurz vor! Sehr cool!) aß ich die knusprigste Pizza im Da Portare Via gleich nebenan. Was bei einem Utrecht-Besuch auch keinesfalls fehlen darf: Pommes mit Erdnusssoße (Sate)! Und wenn es draußen mal zu kalt ist kann man einen tollen Nachmittag im Spieluhrenmuseum (Museum Speelklok) verbringen (nicht so langweilig wie es sich anhört!).

 

Casa Confetti. Utrecht, 2015
Casa Confetti. Utrecht, 2015
Utrecht Universiteit. Utrecht, 2015
Utrecht Universiteit. Utrecht, 2015
Domtoren. Utrecht, 2015
Domtoren. Utrecht, 2015
Utrecht, 2015
Utrecht, 2015
Tierische Mitbewohner. Utrecht, 2016
Tierische Mitbewohner. Utrecht, 2016
Tierische Mitbewohner. Utrecht, 2016
Tierische Mitbewohner. Utrecht, 2016
Utrecht, 2016
Utrecht, 2016
Auf auf! Graz, 2016
Auf auf! Graz, 2016
Utrecht, 2015
Utrecht, 2015
Utrecht, 2016
Utrecht, 2016
Im Spieluhrenmuseum. Utrecht, 2016
Im Spieluhrenmuseum. Utrecht, 2016em

Ein Herbstwochenende am Meer

Dass man nicht unbedingt in die Ferne reisen muss, um frischen Fisch zu essen, im Meer zu baden, und dramatische Küstenlandschaften zu sehen, das beweist unser Wochenendausflug ins unterschätzte Slowenien. Nach knapp drei Stunden Autofahrt (von Graz aus) erreicht man die slowenische Hauptstadt Ljubljana. Die etwas mehr als 270.000 Einwohner zählende Stadt hat ein lebendiges, kompaktes Zentrum, das von seiner lebhaften Geschichte geformt wurde, und durchaus Ähnlichkeit zu Graz hat – es gibt sogar einen Schlossberg! Um die Stadt kennenzulernen empfiehlt sich die kostenlose Führung der United Local Free Tours, die etwas mehr als zwei Stunden dauert und interessante Perspektiven auf die Stadt bietet. Nach einem Besuch am Markt ging es weiter Richtung Meer: nach Piran!

Piran wird gerne als die schönste der mediterranen Städtchen gehandelt, und das ist durchaus verständlich. Vom großen Tartini-Platz der am von Fischkuttern gesäumten Hafen liegt bilden enge, gepflasterte Gassen das labyrinthartige Piran. Mal führt eine Gasse durch einen Tunnel, mal läuft sie verwinkelt Häuserwände entlang, und manches Mal führt sie über Stiegen nach oben, zum Beispiel zum großen Glockentrum der das Erkennungszeichen der Stadt ist. An einem klaren Tag sieht man von der Spitze nach Kroatien und Italien (Triest und Grado sind gut erkennbar). Der Aufstieg ist allerdings nur für mutige zu empfehlen: das enge Stiegenhaus ist vollständig aus Holz und knarrt gefährlich… 😉 Die kleinen Plätze der Stadt sowie die Uferpromenade werden von zahlreichen Lokalen geziert, in denen es frische Fischgerichte gibt.

Wenn die Stadt aber doch zu klein wird kann man die Umgebung, und besonders die wunderschöne Küste, zu Fuß erkunden. Die Webseite von Piran und Portoroz bietet einige Routenvorschläge, aus denen sich dann eine individuelle Route zusammenstellen lässt. Meine Wanderung führte mich von Piran der Küste entlang… Read More