Andalusien

Spring Break in Andalusien

Nein, ich meine nicht das Spring Break an das du vielleicht denkst, wo man nach Kroatien an den Strand fährt und sich ein paar Tage lang nach allen Regeln der Kunst betrinkt. Dieses Jahr habe ich meine freie Woche im Frühling genutzt um die südlichste autonome Gemeinschaft auf der iberischen Halbinsel zu besuchen: Andalusien.

Ich werde ein paar Fotos und Erlebnisse von den drei Stationen meiner Reise (Málaga, Cádiz und Sevilla) mit euch teilen.

Reisevorbereitungen

Nach Spanien kann man sehr unkompliziert fliegen, und über Checkfelix konnte ich recht günstige Flüge ab Graz finden. Viele Grazer fliegen von Wien aus in den Urlaub, denn Flüge von dort sind meistens billiger und manchmal sogar direkt. Ich finde aber, dass es entspannter ist von Graz aus zu fliegen, weil man sich die Anreise nach Wien (kostet auch was!) und frühes Aufstehen spart. Und am allerbesten ist, dass ich nach der Landung zuhause innerhalb von wenigen Minuten in den eigenen vier Wänden die Urlaubswäsche in die Waschmaschine schupfen kann.

Mein treuer Begleiter auf dieser Reise war der Andalusien-Führer von Lonely Planet. Wie alle Lonely Planets ist der Reiseführer sehr übersichtlich aufgebaut, und die Andalusien-Ausgabe geht auch ausreichend ins Detail, was man leider nicht von allen Lonely Planets behaupten kann.

Meine Vorausplanungen beschränkten sich auf Ankunft, Abflug und dem Hostel für die ersten paar Tage in Málaga. Diesen Urlaub wollte ich so flexibel wie möglich sein und nahm mir grob vor neben Málaga nach Möglichkeit auch Granada, Cordoba, Sevilla und Gibraltar zu erkunden. Zum ersten Mal reiste ich auch ausschließlich mit Handgepäck.

Málaga

Nach der Ankunft ging es mit dem Zug in die Stadt, und zu Fuß weiter zum Light’s Out Hostel. Málaga hat einen herrlich südländischen Flair (hat jemand was anderes erwartet?) und ich konnte nicht genug davon bekommen an den warmen Tagen und lauen Abenden durch Malagás lebendige Straßen zu schlendern. Natürlich besuchte ich auch die klassischen Sehenswürdigkeiten von Málaga: die Alcazaba, eine Festung zu deren Füßen auch ein römisches Theater liegt sowie das Castillo Gibralfaro, von wo man einen tollen Blick auf die Stadt hat. Der Spaziergang zur Alcazaba und anschließend zum Castillo war herrlich: es gab eine tolle Aussicht, das Wetter war toll und überall gab es Orangenbäume! 😀

Ein Stück neben dem alten römischen Theater kam ich an einem Kino vorbei, dessen Aushang mit stutzig machte. Aus der Auslage des Cine Albéniz schaute mir der österreichische Schauspieler und Kabarettist Josef Hader entgegen! Tatsächlich lief dort der Film “Vor der Morgenröte” (spanisch: Stefan Zweig – Adiós a Europa) – und schon am Abend saß ich auch in einer Vorstellung! Der Kinosall war ganz anders als ich es gewohnt war. Das Gebäude war alt und Wand und Decke im Kinosaal waren verziert. Die Stühle selbst standen alle auf einer Ebene, davon war die Leinwand erhöht platziert.

Cádiz

Von Málaga fuhr ich mit dem Zug nach Cádiz, der ältesten durchgehend bewohnten Stadt Westeuropas. Ich quartierte mich in der Casa Caracol ein und verbrachte meine Tage und Abende am Strand (es gibt zwei Strände auf unterschiedlichen Seiten der Stadt), lernte im Hostel nette Leute kennen und schlenderte gemütlich durch die Stadt. Das Hostel “Casa Caracol” ist perfekt um Leute kennenzulernen, denn gefrühstückt wird ganz familiär an einem gemeinsamen Tisch. Es werden auch Stadtführungen organisiert und überhaupt war das Personal super nett. Das Highlight: es gibt eine Dachterasse mit einer Hängematte, wo ich endlich etwas Fortschritt mit meinem Projekt den Herr der Ringe zu lesen machen konnte. In Cádiz entdeckte ich außerdem meine Liebe zum Tinto de Verano: Rotwein, mit Zitronenlimonade und Eis. An einem Abend besorgten wir uns Brot, Oliven, Käse und Wein und gingen an den Strand um den Sonnenuntergang zu genießen.

Sevilla

Nach drei Tagen in Cádiz musste ich mich von meinen neu gewonnenen Freunden verabschieden und brav nach Sevilla auf. Ich bin mir nicht sicher ob das Highlight in Sevilla der Metropol Parasol oder die Straßenbahnen mit Hut waren. Okay, um ehrlich zu sein waren die Highlights der Plaza des España (mit einem Wandbild je spanischem Bezirk) und die Alcázar, eine große Schloss- und Parkanlage mitten in der Stadt. Auch in Sevilla nahm ich an einer vom Hostel (La Banda) organisierten Walking Tour teil, aß Tapas und schickte endlich meine Urlaubskarten ab.

Von Sevilla ging es zurück nach Málaga von wo ich zurück in die kühle Heimat flog. Mein Reisebericht war vielleicht dürftig (und verspätet), aber es geht ja eh um die Fotos. 😉