Von Südtirol ausgehend, Osttirol querend und in Kärnten endend, führt mich mein Weg zu Fuß 7.000 Hm hinauf und knapp 110 km weit durch die faszinierende Bergwelt der Hohen Tauern (Et. 5-9, 27.-31.7.26).

Das Beste aus beiden Welten

227 Tage nach der Öffnung für den Personenverkehr brettelt der RJX 531 erstmals mit mir an Bord mit 230 km/h durch den Koralmtunnel. Geschüttelt, nicht gerührt, wechsle ich in Villach in die S 6 und in Lienz in die S 2. Innichen / San Candido (1.175 m) liegt zwar direkt hinter der Grenze, ist aber trotzdem schon ganz geprägt von der alpin-mondänen Eleganza, für die sich Einheimische genauso wie italienische Tourist*innen in Südtiroler Städten verantwortlich zeichnen. Man schlendert nicht durch die Stadt, nein, man flaniert. Kleine Mode-Boutiquen überleben natürlich, sie stechen die üblichen Großkonzerne sowieso mit Beratung und gutem Geschmack aus. Ganz selbstverständlich trifft man sich spätnachmittags in Bars und Cafés zum geselligen Apertivo italiano – einen Deutsch-artigen Dialekt und das Italienische hört man dabei gleichermaßen. Und diese Szenen ereignen sich umzingelt von hohen Bergen – Benvenuti in Alto Adige!

Tag 1: Innichen – Marchhütte:

Fresken hoch im Kurs

Gleich hinter der barockisierten Pfarrkirche St. Michael versteckt sich ein romanisches Juwel – die Stiftskirche Innichen mit ihren bemerkenswerten Kuppelfresken. Sie bildet den Startpunkt meiner Wanderung am Bergpilgerweg Hoch & Heilig. Das Hochpustertal verlassend, steige ich heute in die südöstlichen Ausläufer der Villgrater Berge auf. Ich treffe deutlich mehr e-Mountainbiker als Wandernde über den Vierschacher Berg bis ins Silvestertal. Dafür tummelt sich dort alles, was Beine und Räder hat: mit Kinderwagen und Rollator bewegt sich eine italienische Karawane vom Parkplatz zur hübschen Silvesterkapelle am Hang. Die farbkräftigen Fresken aus dem 15. Jahrhundert bedecken den gesamten Altarraum. Himbeeren naschend gehe ich weiter.

March, Marchfeld, Marchhütte, Marchkinkerle

Der Weg führt über die Kante des Strickbergs direkt hinauf und berührt dabei immer wieder die Kehren einer alten Militärstraße, die heute bei Mountainbikern sehr beliebt ist. Schon von Weitem ist die Marchhütte (2.530 m) gut zu erkennen – die drei weißen Gebäude schmiegen sich an die Felsen direkt unterhalb des Marchkinkeles (2.545 m), mit seinem Gipfelkreuz. Die Marchhütte ist also ganz offensichtlich kein Bretterverschlag am gleichnamigen Fluss im Nordosten Österreichs. Sie hat auch nichts zu tun mit Wohnbaracken in endlos scheinenden Feldern, wo knackfrisches “Iss-was-Gscheit’s”-Gemüse geerntet wird. Nein. Sie ist eine ehemalige Militärunterkunft an der Front des 1. Weltkriegs und hat erst 2021 ihre Pforte als private Schutzhütte geöffnet.

Viel los ist nicht, nur 5 Übernachtungsgäste werden heute begrüßt. Mit dem beliebten Stoneman-Dolomiti, eine anstrengende Mountainbike-Rundtour, versucht man auch die nördliche Seite des Pustertals zu beleben. Mit der Hike-Variante setzt man ganz gezielt auf eine Besucherlenkung weg von den überlaufenen Dolomiten. Gelingen tut das bisher nur bedingt. Verstehen kann man das nicht, denn die Aussicht hier heroben könnte nicht großartiger sein! Sextner Dolomiten, Rieserfernergruppe, Zillertaler Alpen, Defregger Alpen, Lienzer Dolomiten und Karnischer Kamm gehören zum eindrucksvollen 360°-Panorama am Gipfel.

Tag 2: Marchhütte – Kalkstein – St. Jakob im Defereggental

Der umringte Sinkersee

Nach nur wenigen Metern überschreite ich die Staatsgrenze und bin ab sofort in Osttirol unterwegs. Ein angenehmer Weg führt über die Alfenalm mit ihren traditionellen Holzhäusern nach Kalkstein (1.640 m) im Villgratental hinunter. Die Kirche Maria Schnee, das „Haus Betanien“ des Kalasantinerordens, eine Gastwirtschaft und mehrere Häuser – dann ist man auch schon wieder draußen aus dem Weiler Kalkstein und am Peststeig – ein aussichtsreicher Höhenweg durch Wiesen und später Wälder – unterwegs ins Arntal, ein Seitental des Villgratentals. Das Freilichtmuseum „Alpines Leben“ hat leider geschlossen. Na, dann statte ich halt dem Naturdenkmal Sinkersee einen Besuch ab. Das Feuchtgebiet auf der Alm muss geschützt werden – das übernimmt ein Ensemble aus verschiedenen Holzzäunen früherer Tage.

Wandernder Landwirt auf Kultururlaub

Bei der Jausenstation Unterstaller Alm (1.670 m) ist es nun Zeit für eine Pause. Ein älterer Herr mit Rauschebart und Zahnlücke setzt sich zu mir und genießt bald sein Schwammerlgulasch – eine Rarität in Zeiten großer Trockenheit. Dreißig Jahre lang war er Bergbauer in Kärnten. Nach der Übergabe des Hofs an seinen Sohn, wandert er nun durchs Land. Ganz verwundert ist er darüber, dass man hier oben auf der Unterstaller Alm tatsächlich das Heu in Folie wickelt und Silage daraus macht. Stimmt, die „Sauerkrautballen“ sind mir auch schon aufgefallen. In 2 Wochen wird das „Hoch Kultur Festival“ hier stattfinden, es ist schon kein Geheimtipp mehr und Tausende Besucher*innen kommen dafür jedes Jahr ins Arntal. Mein lieber Tischnachbar wird auf jeden Fall bis zu diesem Kulturhighlight im Villgratental bleiben, erzählt er mir. Ich aber ziehe weiter, denn das Villgrater Törl wartet heute noch auf mich. Beim Hinausgehen ruft mir die Frau vom Nebentisch zu „Wir sehen uns dann am Törl!“. „Gehst du auch den Hoch & Heilig?“ frage ich freudig. Ein schlichtes „Ja“ bestätigt mir, dass ich nicht die einzige Pilgerin in den Bergen bin. Gut so!

Dort geht’s rauf!

Mit allen Wassern gewaschen

Zunächst geht es noch zum Klapfbach-Wasserfall, was schon a bissal wie ein Umweg wirkt, aber schließlich geht’s rauf und rauf und rauf. Blicke nach hinten zeigen, dass die Sextner Dolomiten schon in weite Ferne gerückt sind und die Villgrater Berge sich vor ihnen ausgebreitet haben. Das Villgrater Törl (2.510 m) ist schließlich erreicht. Der Blick nach Norden schweift über die Lasörlinggruppe, deren Überschreitung meine morgige Aufgabe sein wird – eine Jausenpause mit Vorschau folgt. Weitwanderschlumpf will noch unbedingt auf einem Steinhaufen posieren. Dann geht es wieder hinunter zur Hinteren-Stalle-Alm und wasserreich und menschenleer das stille Hochtal hinaus zur Alpe-Stalle. Ein Wunder, dass e-Mountainbiker diesen schönen Ort jenseits der Jausenstation noch nicht entdeckt haben. Auf den letzten Höhenmetern passiere ich noch den prächtigen Stallebach-Wasserfall und erreiche die schlichte Kapelle Mariahilf im Defereggental, die fast im Ort „Rinderschinken“ gelegen ist. Nun geht es am Wassererlebnisweg talauswärts der Schwarzach entlang bis St. Jakob (1.389 m), wo mich alsbald der Trojer Almbach, der direkt an meinem Zimmerfenster vorbeirauscht, in das Land der Träume spült.

Tag 3: St. Jakob im D. – Obermauern – Virgen

Unerwartet in Gesellschaft

Der nächste Tag startet gleich intensiv mit Höhenmetern, allerdings auf Asphalt bis zum Weiler Tögisch. Auf einem Fußweg von Ausserrotte kommend, stößt eine Wanderin mit großem Rucksack zu mir – es ist Christine aus Tirol und sie ist mit ihrer Tante am Hoch & Heilig unterwegs. Die Tante ist schon am Morgen über alle Berge und Christine trottet hinterher. Ab jetzt trotten wir für einen Tag gemeinsam. Vor lauter Freude über die neue Wanderbegleitung versäumen wir gleich die nächste Abzweigung und müssen letztlich ein gutes Stück zurückgehen. Ganz vertieft im Gespräch, nehme ich die sich ändernde Umgebung nur mehr am Rande wahr: Lärchen, Baumgrenze, Almmatten, blühende Wiesen. Mit den wunderschönen Gritzer Seen haben wir einen markanten Wegpunkt erreicht, doch die Tante ist weit und breit nicht zu sehen.

Eine Tante auf der Flucht?

Nach einer Jausenpause (ich) und einer Schwimmrunde (Christine) sind wir erfrischt genug für die nächsten Höhenmeter aufs Virgentörl, auch Mullitztörl genannt (2.616 m). Dort angekommen, genießen wir einen fantastischen Ausblick auf die imposante Venedigergruppe mit dem vergletscherten Großvenediger. Aber wo ist die Tante? Wahrscheinlich schon bei der Hütte. Weiter geht’s nun erstmals in der Kernzone des Nationalparks Hohe Tauern und alsbald erreichen wir die private Lasörlinghütte (2.293 m). Sie erstrahlt im neuen Schindelkleid und hat auch Nachwuchs bekommen: 2 Almhüttchen für Familien und ein sogenannter „Love-Bungalow“ für das Glück zu zweit inklusiv 3-gängigem Abendessen sind hier mit dem nötigen Kleingeld zu mieten. Den Blick auf den Großglockner gibt’s immerhin gratis dazu. Christine und ich stärken uns, während die Tante noch vor unserer Ankunft schon wieder von dannen gezogen ist. Unschwierig geht es auf einem Forstweg das Mullitztal hinaus und schnell vergeht die Zeit beim Plaudern. Die Stadleralm ist bald passiert und schließlich sind wir zwar im Virgental angekommen, aber noch nicht an unserem heutigen Ziel.

Mitzi ganz in Weiß

Wir überqueren die Isel (1.110 m) und steigen am Gegenhang noch einige Höhenmeter hinauf zur Wallfahrtskirche Maria Schnee in Obermauern (1.303 m). Schon wieder eine Maria im Schnee – aber die Winter in den Alpen dauerten eben lange und prägten Land und Leute. Das ausladende Christophorus-Fresko über dem Eingang ist ein Vorgeschmack auf das Innere der Kirche: eine gesamte Längsseite ist bedeckt mit einem biblischen Bilderzyklus aus dem 15. Jahrhundert, einer sogenannten „biblia pauperum“ – also eine Bibel in Bildern für nicht-alphabetisierte Menschen. Die Fresken bestechen durch ihre Details, Farbkraft und schiere Größe. Und die Tante? Eine Textnachricht verrät uns, dass sie Obermauern ausgelassen und den direkten Weg nach Virgen genommen hat. Wir folgen einem historischen Kreuzweg nach Virgen (1.194 m) und erreichen die Ortschaft kurz bevor ein Gewitter regenreich durchs Tal zieht.

Tag 4: Virgen – Matrei – Kals

Was die Isel und die Osttirol-Werbung verbindet

Nach einem grauslichen Fliegen-im-Orangensaft-Fund und einem schmutzigen Kaffeehäferl im „sauberen“ Tassenstapel verlasse ich angewidert die unsägliche Unterkunft in Virgen. Es geht grün und schattig der Isel entlang durch das Virgental. Es kommen mir zwei Wandernde entgegen und ihre T-Shirts (vom Osttirol-Tourismus) teilen plakativ mit, wo die beiden unterwegs sind: „ISELTRAIL“ ist groß und deutlich zu lesen. So wissen das auch jene, die es nicht wissen wollten. Mir spart das „etikettierte“ Wandern immerhin eine Frage. Bald sehe ich vor mir die über Matrei thronende Kirche St. Nikolaus – wieder ein romanischer Bau mit entsprechend alten Fresken. Über Bichl erreiche ich das Tauerntal und die Gemeinde Matrei in Osttirol (975 m). Im Nationalpark-Haus finde ich mein pelziges Sternzeichen ausgestopft und ausgestellt – leider wird es der einzige Steinbock auf meiner gesamten Wanderung durch die Hohen Tauern bleiben, den ich zu Gesicht bekomme.

Ein Rundumblick der Superlative

Es ist schon Mittag, als ich endlich mit dem Aufstieg in die Granatspitzgruppe beginne. Scheinbar endlose Asphaltserpentinen ohne Schatten gehen irgendwann in eine Skipiste über und nach gefühlten Stunden wandere ich doch noch über einen schönen Steig bergauf zum Kals-Matreier-Törl (2.207 m). Am Gegenhang raucht es verdächtig. Bei meiner Ankunft im privaten Törlhaus fragt gerade eine besorgte Wanderin die Kellnerin, ob denn das ein Waldbrand sein könnte – ja, ist es! Aber Feuerwehralarm, Hubschrauber und Löschung sind bereits organisiert. Auf den Bänken vor der Hütte entdecke ich Christine – und ihre Tante Katharina!!! Hab ich gestern noch vermutet, wir könnten da einem Phantom hinterherjagen, sitzt Katharina nun doch leibhaftig vor mir! Nach einer feinen, gemeinsamen Rast, treten die beiden den Abstieg an, während ich es mir noch in einem Liegestuhl mit „Glocknerblick“ gemütlich mache – dieses Panorama muss ausgiebig genossen werden. Richtung Westen sieht man bis ans Ende des Virgentals, wo das Gletscherweiß von Rötspitze, Dreiherrnspitze und natürlich vom Großvenediger bis zu mir herüber leuchtet. Richtung Norden und Osten breiten sich Glockner- und Schobergruppe aus – und genau dazwischen führt morgen der Weg über das letzte Törl nach Heiligenblut.

Paradiesische Ankunft

Nur schwer kann ich mich losreißen von diesem spektakulären Ausblick. Aber ich muss ja heute noch nach Kals. Ganz unspektakulär und ohne nennenswerte Schwierigkeiten, aber zumindest auf einer Variante des Zentralalpenweges 02B, geht es viele Höhenmeter bergab. Über einen Waldweg erreiche ich Großdorf und die romanische (was sonst?) Georgskirche im freien Feld und schließlich Kals am Großglockner (1.325 m) am Talboden des Kalser Tals. Ganz im Gegensatz zu gestern, werde ich heute freundlich-herzlich im Eldorado begrüßt und darf ein putzig-kleines Zimmerchen mit vielen liebevollen Besonderheiten beziehen. Während ich für ein Drittel des gestrigen Preises (!!!) in kuscheligen Decken und Kissen meiner Erholung entgegenschlafe, sinken die Temperaturen draußen auf erfrischende 16°C – eines steht fest: so gekühlt wie heute Nacht, werde ich lange nicht mehr schlafen!

Tag 5: Kals – Heiligenblut

Zeitiger Aufbruch

Knapp vor 6 Uhr schultere ich meinen Rucksack und ziehe die Haustür hinter mir zu. In der kühlen Luft komme ich schnell voran. Bis zum Lucknerhaus bin ich noch immer auf der Zentralalpenweg-Variante 02B unterwegs. Dann biegt mein Weg rechts über die Schliederle-Alm ab. Der Anblick des Großglockners im sanften Licht und morgendlichem Dunst strahlt Ruhe und Magie aus. Nichts bewegt sich, nichts ist laut. In scheinbar grenzenloser Stille wandere ich weiter. Damit ist alsbald Schluss, denn die ersten Übernachtungsgäste der Glorer Hütte sind im Abstieg begriffen und kommen mir entgegen – Paare, Gruppen, einzelne Wandernde, junge und alte Menschen gleichermaßen. Ein paar Aufstiegspausen gönne ich mir, zu schön ist die Morgensonne und ihr Licht-Schatten-Spiel an den Felswänden.

Hoch & Heilig ganz ohne Schwur

Am Berger Törl (2.651 m) erreiche ich die Glorer Hütte (DAV) und den höchsten Passübergang am Bergpilgerweg Hoch & Heilig – eine Pilgerschaft, die nur etwas für Höhenmeter-affine Menschen ist und sich dadurch deutlich von anderen Pilgerwegen unterscheidet. Seit seiner Eröffnung 2018 verbindet die Route auf 9 Etappen jahrhundertealte Wallfahrtswege mit historischen Schätzen an besonderen Orten in Osttirol, Oberkärnten und Südtirol.

Schweißtreibende Aufstiege werden mit atemberaubenden Bergpanoramen belohnt. Empfundene Anstrengung wird mit dem letzten Schritt aufs Törl vergessen. Jeder Sattel rückt eine weitere Bergkette in den Blick. Die erhabene Schönheit der Natur wird erlebbar in diesem Moment.

Dem Aufstieg folgt der Abstieg. Zunächst steinig, dann begleitet von Pionierflora, der Boden wird erdiger, Gräser und Zwergsträucher trotzen der Kargheit, erste Almen bieten Ziegen und Schafen Futter, es folgen kräftige, aber niedrige Latschen, an beginnenden Quellverläufen setzt sich Hochstaudenflur durch, Grünerlen sorgen für lebhafte Farbtupfer und schließlich folgen Lärchen und Zirben, später auch Fichten. Schon längst geht es durch umzäunte Kuhweiden, ausgedehnte Almwiesen und schattigen Bannwald. Aus den zarten Rinnsalen sind rauschende Bäche und dann tosende Wasser geworden.

Ankunft im Tal. Das betrachtende Auge kann nun vielleicht nicht mehr in die Ferne schweifen, aber es schaut in die Geschichte. Es sieht Gebäude aus lang vergangener Zeit, in großer Mühsal errichtet, kunstvoll verziert und mit Hingabe bemalt. Es sieht die Spuren der Abnutzung, die Patina der Jahrhunderte. Und vielleicht erwacht eine Vorstellung von den Generationen an Menschen, die hier schon standen und staunten wie ich.

Kirchenportal, Kalkstein

Angekommen

Inzwischen bin ich vom Berger Törl dem Glatzbach folgend und die Landesgrenze zu Kärnten passierend, ins Leitertal abgestiegen. Der Himmel hat sich verdunkelt und ein kurzer Regenschauer lässt mich unter dem Vordach der Bricciuskapelle verharren. Der schön angelegte Haritzersteig bringt mich unter Donnergrollen schließlich nach Heiligenblut (1.288 m). Es ist geschafft und ich bin am Ziel. Aus dem Pilgerwürfel in der Kirche entnehme ich ein rotes Farbband für die letzte Etappe am Bergpilgerweg Hoch & Heilig und knote es zu den anderen 4 Bändern an meiner Jakobsmuschel. Das Gewitter ist zwischenzeitlich talauswärts abgezogen und ich trete die Heimreise an.

P.S.: die Hitzewelle mit 38°C hat mich schon in Salzburg – leider eben nicht – eiskalt erwischt. Könnte man Wien nicht in ein Alpenhochtal verlegen?

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