Komatrinker Barbie

Eine sehr interessante Fotoreportage von Mariakel von Rudelfi zum Thema Komatrinken.

Komatrinker Barbie 1 (Mariakel von Rudelfi, 2011)

Komatrinker Barbie 1 (Mariakel von Rudelfi, 2011)

Komatrinker Barbie 2 (Mariakel von Rudelfi, 2011)

Komatrinker Barbie 2 (Mariakel von Rudelfi, 2011)

Komatrinker Barbie 3 (Mariakel von Rudelfi, 2011)

Komatrinker Barbie 3 (Mariakel von Rudelfi, 2011)

Komatrinker Barbie 4 (Mariakel von Rudelfi, 2011)

Komatrinker Barbie 4 (Mariakel von Rudelfi, 2011)

Komatrinker Barbie 5 (Mariakel von Rudelfi, 2011)

Komatrinker Barbie 5 (Mariakel von Rudelfi, 2011)

Private Reise durch Graz

Eine Fotoreportage von unserem neuesten Mitglied Christian Strausz.

Uhrturm (Christian Strausz, Graz 2010)

Uhrturm (Christian Strausz, Graz 2010)

CookingWoo (Christian Strausz, Graz 2010)

CookingWoo (Christian Strausz, Graz 2010)

Megan Lewis – Conversations with the Mob

Als erste Galerie außerhalb Australiens zeigte das Wiener Westlicht – Schauplatz für Fotografie – vom 31.03.09 bis 31.05.09 diese preisgekrönte Fotoreportage (2005 Walkley Award, 2006 Photographers Choice Award). Die gebürtige Neuseeländerin Megan Lewis verbrachte auf Einladung der Martu 5 Jahre bei diesem Aboriginalstamm in der Great Sandy Desert im Westen Australiens.

Conversations with the Mob - (c) Megan Lewis 2008

"Conversations with the Mob" - (c) Megan Lewis 2008

Das fotografische Ergebnis des im Juli 2002 beginnenden Aufenthaltes in der Wüstengegend ist eine Dokumentation des Alltags und der Probleme der Martu. Früher als Nomaden durch den Westen Australiens ziehend, wurde der Stamm der Martu (bedeutet „einer von uns“ oder „Mensch“) in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts von der Regierung dazu gezwungen, in Siedlungen zu leben. Erst 2002 wurden ihnen ihre ursprünglichen Ländereien wieder zuerkannt. Es leben heute 850 Stammesangehörige in 4 Gemeinschaften (Jigalong, Punmu, Parnngurr, Kunawarrintji) auf einem Gebiet von 136.000 km². Lewis lebte in Parnngurr, besuchte jedoch auch alle anderen Gemeinschaften. Lewis war mit ihrer Kamera dabei, wenn Frauen nach Larven oder Leguanen suchend tiefe Löcher in den Boden gruben oder Männer und Burschen mit einem verrosteten Pick-up von der Känguru-Jagd zurückkehrten. Sie sah das unermessliche Leid, das durch Alkoholmissbrauch gekoppelt mit Perspektivenlosigkeit entstehen kann. Ein 20-jähriger, dem Alkohol verfallen, wurde von den Stammesangehörigen zu Grabe getragen, während die engsten Familienangehörigen im „sorry camp“ der Gemeinschaft ausharrten.

Die Fotojournalistin Lewis dokumentiert in einzigartiger Weise die Zerrissenheit zwischen Tradition mit ihren spirituellen Heilern und der von den Weißen versprochenen Coca-Cola-Idylle. Sie zeigt uns die jämmerlichen Behausungen und den sozialen Verfall der Menschen, sie zeigt uns aber auch das Lachen, die Freude beim Football-Spiel, die Liebe und Fürsorglichkeit für die Kleinsten und den Zusammenhalt der Generationen. Man verlässt die Ausstellung, ist schockiert über die dortigen Zustände und überrascht, dass man so vieles über Australiens Ureinwohner nicht wusste – Fotos voller lebender Tatsachen. Wie immer, war die Ausstellung einen Besuch wert.
Mariakel

>> www.westlicht.at
>> www.meganlewis.com.au

Conversations with the Mob - (c) Megan Lewis 2008

"Conversations with the Mob" - (c) Megan Lewis 2008