“Noch mal leben” – Ausstellungsbericht

(c) Walter Schels
Westlicht – Schauplatz für Fotografie in Wien zeigte heuer vom 09.06. bis 31.07. eine beachtenswerte Ausstellung über das Sterben. Die Begegnung mit dem Tod geht uns wie kein anderes Erlebnis tief unter die Haut und dennoch leben wir in einer Zeit, in der das Sterben durch unsere schnelle, hektische, vom Konsum getriebene Lebensweise aus unserem alltäglichen Umfeld verdrängt wird. Der Umstand, dass jedes Leben mit dem Tod endet, wird aus unserem Bewusstsein getilgt – bis zu dem Zeitpunkt, wo wir uns mit der unmittelbaren Tatsache unseres begrenzten Daseins konfrontiert sehen.
Der Fotograf Walter Schels und die Journalistin Beate Lakotta porträtierten 26 unheilbar Kranke in den letzten Tagen und Wochen ihres Lebens. Diese Begegnungen fanden zumeist in Hospizen – Lebensorte für Sterbende, statt. Die dabei entstandenen schwarz-weißen Großformate zeigen die Menschen kurze Zeit vor und unmittelbar nach ihrem Tod. Es entstanden sensible Porträts von Menschen, die ihrem Tod sehr nahe sind, von ihren Hoffnungen, Erfahrungen und Ängsten.
Eine Ausstellung, die nachdenklich macht.
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Mariakel